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Durch die 1972 erzwungene
Verstaatlichung des Betriebes konnte Fritz Haupt nur noch als
Produktionsleiter Einfluss auf Sortiment und Qualität nehmen, und mit
Erreichung des Rentenalters schied er aus dem Betrieb aus. Aber der
Rentner Fritz Haupt war noch viel zu aktiv und kreativ um sich mit einem
ruhigen Rentnerdasein abzufinden. Direkt neben seinem großzügigen,
enteigneten Betrieb baute er eine kleine Werkstatt und produzierte als
volkskunstschaffender Handwerker weiter.
Mit dem Zusammenbruch des
Kommunismus beabsichtigte der damals bereits 78-jährige Firmengründer,
sein Lebenswerk wieder zu übernehmen. Aber die Betriebsleitung seines
enteigneten Betriebes versuchte das Alter des Gründers für eigene
Interessen auszunutzen. Sämtliche Spezialwerkzeuge, aber auch Maschinen
und Rohware verschwanden auf mysteriöse Weise.
Trotz aller Widerstände nahm die
WEHA
KUNST
bereits am 01.07.1990 ihre Produktion wieder auf. Die Nachfrage nach den traditionsreichen WEHA-Figuren war so groß
dass sich Fritz Haupt entschied, zusätzlich zur eigenen Produktion einen Teil seiner Entwürfe
einem anderen Kunstgewerbebetrieb zur Gestattungsproduktion auf Basis eines Lizenzvertrages zu überlassen.
Aber parallel dazu investierte der Firmengründer
unermüdlich, um die räumlichen und technischen Voraussetzungen zur
Weiterentwicklung seiner eigenen Fertigung zu schaffen. Seine jüngere
Tochter zog nach Dippoldiswalde. Die Produktion konnte Schritt für
Schritt wieder erweitert werden. Neben den eingeführten Figuren wurden permanent neue Entwüfe umgesetzt.
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